Doderer-Stüberl

Freitag, Februar 19th, 2010

Der im Sommer des Vorjahrs wiedereröffnete legendäre “Blauensteiner” verfügt über ein sog. “Doderer-Stüberl”, in dem auch einige Fotos und dgl. zu sehen sind. Der (Neu-)Gründung eines Doderer-Stammtischs steht nichts im Wege!

Die Red.

Franz Blauensteiners “Hotel und Terrassen-Cafe” in Gars-Thunau

Dienstag, November 10th, 2009

Heimitistinnen und Heimitisten wird es vermutlich interessieren, wie das “Hotel und Terrassen-Cafe Blauensteiner” ausschaut, in dem Doderer im August 1956 gemeinsam mit seiner Frau eine Woche lang geurlaubt hat. - Doderer wäre gerne schon früher nach Gars gefahren, allerdings war früher kein Zimmer frei.

Das Hotel liegt wie von Doderer beschrieben unter der berühmten Babenbergerruine in Gars-Thunau: “… wohne unterhalb einer Burgruine, zwischen deren Mauern sich die Stille bis zu leisem Ohrengesumm verdichtet …”.

Blauensteiners Garser Hotel war - so wenig ich bislang weiss - wegen des im Waldviertel herrschenden rauhen Klimas nur in den Monaten ohne R (= Mai - August) zu betreiben. Es wurde Anfang der 1970er Jahre modernisiert, aber der Betrieb meines Wissens Mitte der 1970er Jahre wieder aufgegeben.

Ein paar Häuser neben Franz Blauensteiners Hotel betreiben übrigens die (Kindes)Kinder seiner Geschwister immer noch einen großen Steinmetzbetrieb (Ing. Josef Blauensteiner, Steinmetzmeisterbetrieb
Villengasse 102, A-3571 Gars/Kamp, http://www.bm-granite.com/kontakt_de.html)

Mehr über Doderes Gars-Aufenthalt gibt’s, so bald ich meinen Artikel über die wenigen literarischen Garser Spürchen beendet habe. Vorerst sei nur so viel verraten, dass (von Doderers Aufenthalt abgesehen) im Juli 1912 Friderike Winternitz von Gars aus per Brief so erfolgreich mit Stefan Zweig angebandelt hat, dass sie seine Geliebte und spätere Frau wurde und der automotorisierte Karl Kraus ausgerechnet an jenem 28. Juni 1914, an dem der österreichische Thronfolger in Sarajewo erschossen wurde (was den Habsburgern als Vorwand für den “Ersten Weltkrieg” diente) in Sachen “Erste Hilfe” mehrmals zwischen Gars und Horn pendelte, weshalb er erst gegen Mitternacht bei der Rückkehr nach Wien in der “Nußdorferstraße” durch “Extraausgaben” jene Nachricht empfangen hat, deren Folgen er unter anderem in den “Letzten Tagen der Menschheit” dokumentiert hat (Übrigens bedauere ich, daß sich die Habsburger nach Ende des “Ersten Weltkrieges”, den sie leichtfertig begonnen haben, nicht vor einem “Internationalen Gerichtshof” verantworten mussten. Mit seinem Werk hätte Karl Kraus ja dafür ja schon die Anklage skizziert gehabt. Aber das ist eine andere Geschichte).

Einen schönen Abend wünscht aus Wien,
Andreas Weigel

“Blauensteiner” wiedereröffnet

Sonntag, Juli 5th, 2009

Gedenktafel Blauensteiner

Doderer-Gedenktafel

Am Montag, den 6. Juli 2009 eröffnet das von Heimito von Doderer sehr geschätzte und in der Erzählung “Ein anderer Kratki-Baschik” literarisch verewigte “Gasthaus zur Stadt Paris” (1080 Wien, Lenaug. 1), kurz: das “Blauensteiner”, nach jahrelanger Schließung erneut seine Pforten. Für Feiern und Versammlungen steht ein dem Autor gewidmeter Raum zur Verfügung.
(Öffnungszeiten: Montags bis Freitags von 11:00 bis 23:00.)

Die Red.