Archiv für die Kategorie 'Alexandra Kleinlercher'

Antwort auf A. Kleinlerchers Kritik

Mittwoch, Juni 13th, 2007

(bezieht sich auf “Über die Schwierigkeiten, eine Doderer-Biographie zu schreiben”)

Das, was ich in meinem Artikel im Absatz 2 angekündigt habe, ist prompt eingetreten: …”Er (Doderer) ist also einer jener österreichischen Autoren, deren literarische Schaffensperiode in dieses verflossene Jahrhundert der Ideologien fällt und bei
denen daher die Gefahr besteht, dass die sachliche Annäherung an ihr Werk von der moralischen Beurteilung ihrer Person überlagert wird, besonders wenn es um die Literatur in der NS-Zeit geht.”

Es war mir ein Anliegen, einen Überblick über das Leben und Schaffen Doderer’s zu geben, ergänzt durch Informationen Haybachs (Abs.3), ich habe in keiner Passage Anspruch auf allumfassende Vollständigkeit der Darstellung seiner wechselhaften Lebensabschnitte erhoben. Kennzeichnend für den mir übersandten kritischen Artikel von Dr. Kleinlercher ist

Über die Schwierigkeiten, eine Doderer-Biographie zu schreiben

Donnerstag, März 15th, 2007

Überlegungen ausgehend von Christine Korntners Artikel „Heimito von Doderer - Spiegelbilder eines Schriftstellerlebens“ (Der literarische Zaunkönig. Zeitschrift der Erika Mitterer Gesellschaft, Nr. 1/2007, S. 15-24)

Wer über das Leben von Heimito von Doderer schreibt, muss sich, wie bei jeder Biographie, der ständigen Gefahr bewusst sein, mit fehlerhaften Informationen zu arbeiten. Diese können aus den Erinnerungen des Schriftstellers, seiner Zeitgenossen/innen oder aus Dokumenten stammen, seien sie nun gewollt oder ungewollt. Zusätzlich ist niemand vor eigenen Fehlinterpretationen gefeit. Mit diesem Bewusstsein gewappnet, können durch genaue Recherchen manche Fehler vermieden werden. Wichtig ist Offenheit, um nötigenfalls das Bild, das sich der/die Biograph/in vom Autor gemacht hatte, zu korrigieren.