Dietrich Weber 26. Juli 1935 - 14. September 2008

D. Weber, Foto: David Ramirer, Wien

Am 14. September 2008 ist Prof. em. Dr. Dietrich Weber, Gründungsdekan des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaften der Bergischen Universität Wuppertal, Doyen der Doderer-Forschung und Ehrenmitglied der Heimito von Doderer-Gesellschaft in Rathenow gestorben.

Der Germanist und Literaturwissenschaftler erlag am Sonntag in seinem Haus völlig überraschend einem Aneurysma. Die Heimito von Doderer-Gesellschaft trauert um ihr langjähriges Ehrenmitglied. Wir verlieren mit Dietrich Weber einen Wissenschaftler, der “Heimito von Doderer” als Gegenstand der Forschung etabliert hat, wir verlieren einen Kollegen, der uns als bedächtiger Ratgeber stets zur Seite gestanden hat, und wir verlieren einen Freund, dessen Einladungen nach Rathenow uns - zuletzt am Tag vor seinem Tod - schöne und anregende Stunden geschenkt haben.

Für den Vorstand der Heimito von Doderer-Gesellschaft
Dr. Gerald Sommer (Vorsitzender)

Sie können sich in die digitale Kondolenzliste für den Verstorbenen eintragen, indem Sie - kommentiert oder unkommentiert - unter Nennung von Vorname, Name und Ort eine Mail an webmaster[at]doderer-gesellschaft[dot]org senden.

Eine Antwort auf “Dietrich Weber 26. Juli 1935 - 14. September 2008”

  1. Wolfgang Düsing schreibt:

    Gerade hatte ich seinen anrührenden Nachruf auf Wendelin Schmidt-Dengler gelesen, da traf mich die Nachricht vom plötzlichen Tod Dietrich Webers wie ein Schock. Wir kannten uns seit 1967. Er kam als Assistent von Herbert Singer, der dann auch mein “Chef” wurde, nach Köln. Die anregenden Abende mit ihm im Singer-Kreis oder auch bei Webers zu Hause sind mir unvergeßlich. Vor allem aber wurde er mein Mentor in Sachen Doderer. Nach dem frühen Tod Herbert Singers trennten sich unsere Wege. Eine große Freude bereitete er mir mit seinem Beitrag zu meiner Festschrift. Auf mein Dankschreiben antwortete er, wir hätten uns zwar lange nicht gesehen, aber immer wieder aneinander gedacht. Das sind seine letzten Worte an mich. Aus dem Aneinander-Denken wird nun ein Gedenken, melancholisch, aber auch dankbar.

    Wolfgang Düsing, Zornheim

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