ORF-Ursendung “Die Strudlhofstiege” 24.-26.12.

Am 24., 25. und 26. Dezember 2007, jeweils von 14:00 bis 15:30, wird von Ö1 die ORF-Ursendung von Helmut Peschinas dreiteiliger Hörspielbearbeitung von Heimito von Doderers Roman “Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre” ausgestrahlt. Regie führte Robert Matejka, Sprecher sind Peter Matic, Peter Simonischek, Joseph Lorenz, Stefano Bernadin, Michou Friesz, Evamaria Salcher, Leslie Malton, Boris Eder, Brigitte Karner, Felix von Manteuffel u.v.a.m.
Mehr hier. Ein Interview mit Helmut Peschina gibt es hier.

5 Antworten auf “ORF-Ursendung “Die Strudlhofstiege” 24.-26.12.”

  1. Eva Saibel schreibt:

    Ich finde einerseits war die Hörspielfassung für Kenner wirklich interessant, andererseits (hoffentlich) ein Einstieg für Skeptiker und diejenigen, die das Buch “schon immer” am Nachtkastl liegen haben.
    Ich habe die Sendung in einem Forum mit nicht sehr hohem Niveau angepriesen, mit Erfolg bei einigen Wenigen.

    Ganz allgemein: Es wurde zu schnell gesprochen und für uns Kenner waren die “Zahnlücken” doch sehr “sichtbar”!

  2. david ramirer schreibt:

    Helmut Peschina hat gemeinsam mit seinen vielen großartigen Sprechern etwas ganz wunderbares zusammengebracht.
    Auch wenn ein Kenner des Romans sich an so mancher Stelle gewünscht hätte, noch ein wenig länger zu verharren (so etwa bei einigen Naturbeschreibungen), ist doch die Atmosphäre der wesentlichen Stellen sehr transparent und dem Charakter eines Hörspieles angemessen aufgebaut worden, was nicht zuletzt auch an der kongenialen Musik von Kurt Schwertsik liegt.
    Kaum wird jedoch in dieser Form das “Wesentliche” des Buches wahrzunehmen sein, da es eben doch ein Buch für “Leser” ist, und nicht für “Hörer”. Beim Hören arbeitet die Erinnerung anders, die visuelle Aufnahme eines Textes hat andere Optionen und bietet bessere Stützen. Aber eines hat die Hörspielfassung jedenfalls gebracht: einen profunden Blick auf die Sprache Doderers, viele nunmehr “erleuchtete Fenster” in das große Gebäude der Stiegenromanarchitektur, in welche so mancher Hörspielhörer nun mit dem Fern-(Nah-)glase hineinbicken wird, wenn er den Roman erneut (oder erstmals) durchliest.
    Dafür sei Peschina Dank gesagt.

  3. david ramirer schreibt:

    gratulation an herrn peschina:
    ich habe eben gesehen, dass “die strudlhofstiege” von den ö1-hörern zum hörspiel des jahres 2007 gewählt wurde.
    vielleicht kommt es ja doch auch noch zu einer umsetzung der dämonen. freuen würd es mich :-)

  4. Hans Winking schreibt:

    Oh Gott! Die “Dämonen” (ausgerechnet, das ist für Doderer das, was für Bach die “H-Moll-Messe” ist) auf diese Art und Weise akustisch “verwurstet”
    … mir graut. Ich find’ das alles fürchterlich! Wenn man schon solche Roman-Texte hörbar macht, müßte man ihnen doch hörbar die Musik zurück geben, von der sie sprechen oder handeln.
    Hans Winking

  5. david ramirer schreibt:

    @hans winking
    ob es zur hörspielbearbeitung der ganzen dämonen kommt, ist ja bisher nur in einem interview als theoretische option angedeutet worden…

    ich erinnere mich jedoch an ganz großartige passagen aus den dämonen aus ihrer großartigen radiosendung “doderer und die musik”: vielleicht machen sie sich ja an die kongeniale umsetzung dieser “kunst der fuge” :-).
    ich würde da sehr gerne lauschend eintauchen wollen.

    mir gefällt peschinas “variation über die stiege” dennoch.
    ist zwar nicht musikkonform, aber dennoch musikalisch. finde ich.

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